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Manufaktur des Jahres 2015

Porzellanmanufaktur Dibbern

Aus der Reihe der Vorschläge entschied sich die Jury einstimmig für die Porzellanmanufaktur Dibbern aus dem schleswig-holsteinischen Bargteheide.

Das vor 50 Jahren von Bernd T. Dibbern als Handelsvertretung gegründete Unternehmen hat sich im Laufe seines Bestehens vom Händler über die Marke, die sich von anderen Herstellern ihre Produkte fertigen lässt, hin zum Hersteller entwickelt – seit dem Jahr 1997 produziert Dibbern einen erheblichen Teil seines Porzellans selbst.

Die Jury würdigt mit dieser Auszeichnung das Lebenswerk von Bernd T. Dibbern und seiner Familie, die gegen den Trend zur Auslagerung der Produktion nach Asien mit dem Erwerb des bereits stillgelegten ältesten deutschen privatwirtschaftlichen Porzellanwerks in Hohenberg a. d. Eger von Hutschenreuther 135 Arbeitsplätze zum größten Teil im produzierenden Gewerbe geschaffen hat. Für Dibbern geht es als junge Porzellanmanufaktur – das erste eigene Porzellan „Solid Colour“ erschien im Jahr 1983 - um herausragende Qualität. Das vor genau 20 Jahren in die Märkte eingeführte und seit 17 Jahren selbstproduzierte „Fine Bone China“ ist nach eigenen Angaben das härteste und haltbarste Porzellan unter den Manufakturporzellanen. So erfreut es sich auch einer sehr großen Beliebtheit in der Gastronomie und repräsentiert Deutschland über die Verwendung in den Botschaften.

Die Branche: Dibbern ist eine der wenigen privatwirtschaftlich geführten Porzellanmanufakturen – und unter den Porzellanmanufakturen und mit seiner Design-Ausrichtung die am klarsten profilierte Marke.

Die Mitbewerber auf dem Gebiet des Manufakturporzellans sind u. a. Weimar-Porzellan (gehört zur „3 plus 1“-Gruppe von Turpin Rosenthal aus der gleichnamigen Porzellan-Familie), die Sächsische Porzellanmanufaktur Dresden des russischen Porzellanliebhabers Armenak S. Agababyan, KPM (seit neun Jahren im Eigentum des Berliner Bankiers Jörg Woltmann), Nymphenburg (seit vier Jahren im Eigentum von Luitpold Prinz von Bayern) sowie die staatlichen Porzellanmanufakturen Meißen (Land Sachsen) und Fürstenberg (Land Niedersachen); die Schwierigkeiten der Branche sieht man am Leidensweg der Porzellanmanufaktur Ludwigsburg, die sich nach dem Rückzug von Stadt und Land Baden-Württemberg nach ihrer Privatisierung zum zweiten Mal in Insolvenz befindet.

Infos zum Preisträger: www.dibbern.de
Ansprechpartner: Ben Dibbern

Manufaktur des Jahres 2015 - Dibbern
v.l. Wigmar Bressel (Vors.), Ben Dibbern (Porzellanmanufaktur Dibbern) und Hartmut Gehring (stellv. Vors.)