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Manufaktur Heute

Manufakturen sind nicht per se etwas Besseres, sondern nur eine besondere, nicht mehr so verbreitete Produktionsform, weil sie sich vor allem für die Massenfertigung nicht eignet.

Manufakturen stehen zwischen (Kunst-)Handwerk und Industrie.

(Kunst-)Handwerk zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Handarbeit aus. Jedoch ist der Handwerker eher ein Dienstleister als ein Produzent, denn er fertigt in der Regel nur im Kundenauftrag einzelne Sonderanfertigungen und stellt kein Sortiment an Waren her. Diese Dienstleister-Funktion prägt auch die Mitarbeiter: Häufig beherrscht jeder jeden Produktionsschritt.

Der Ausbildungsstand ist hoch, zumal komplexe Gesetze in Deutschland auch teilweise den Einsatz von "Ungelernten" verhindern.

Industrie zeichnet sich heute durch einen sehr geringeren Anteil an Handarbeit aus. Vor allem aber die Herangehensweise in der Produktion ist typisch: Die Fertigung wurde in kleinste Schritte zerlegt; der einzelne Mitarbeiter ist in der Regel nur für einen dieser kleinen Schritte verantwortlich. Heute bedeutet Industrie auch einen sehr großen Einsatz von Maschinen, häufig computergesteuert. Die Tendenz zum Einsatz von "Ungelernten" und Hilfskräften nahm aufgrund der Bedienung von komplizierten Maschinen in den vergangenen Jahrzehnten stark ab.

Manufakturen sind historisch gesehen das Bindeglied zwischen Handwerk und Industrie.

Im Gegensatz zu Handwerksbetrieben sind Manufakturen jedoch Hersteller eines eigenen Warensortiments unter Zusammenarbeit von Mitarbeitern verschiedener Ausbildungsgänge. Die Mitarbeiter sind in der Regel für eine größere Anzahl von Arbeitsschritten ausgebildet und zuständig. Dies bedingt auch einen hohen Ausbildungsgrad ähnlich dem im Handwerk.

Es ermöglicht zugleich durch die Zusammenführung verschiedener Lehrberufe auch Innovationen ohne Abbruch der Tradition.

Manufakturen verknüpfen einen hohen Anteil an Handarbeit mit der Arbeitsteiligkeit - das bedingt eine gewisse Unternehmensgröße. Manufakturen liegen von der Mitarbeiterzahl in der Regel zwischen diesen beiden anderen Produktionsformen.

Manufakturen heute bedeutet vor allem Innovation - ohne Ausbildung, handwerkliche Tradition und Fertigungskunst aufzugeben.

Das Produkt wird nicht der moderneren Technik angepasst, sondern es kann nur Technik zum Einsatz kommen, die das Produkt weiter verbessert. Es geht nie darum, etwas billiger zu machen, sondern immer, das beste Produkt seiner Gattung zu fertigen.

Diese Herangehensweise erklärt vielleicht den Platz und die Bedeutung der Manufakturen in der globalisierten Welt; dieses wird von den Kunden gesucht und geschätzt - das Schaffen von inneren Werten in den Produkten durch Manufakturen.